Referate - Reden

" Chronik des VdK 65 Jahre DO-Hörde Unser heutiger Tag steht unter dem Motto: --Jubiläum 65 Jahre-- Sozialverband VdK Hörde

Peter Alexander wurde einmal vor einem seiner Fernsehauftritte gefragt: "Haben Sie noch Lampenfieber"? Errötend sagte er, es gibt keinen Auftritt wo ich kein Lampenfieber hatte.
Ich bin zwar nicht berühmt aber warum soll es mir anders gehen, denn heute ist unser Tag, getragen vom Vertrauen meiner Mitglieder.

Hierzu möchte ich Euch liebe Mitglieder, vor allem unsere Ehrengäste, Freunde und Gönner unseres VdK Hörde auf das Herzlichste willkommen heißen..

Als Ehrengäste möchte ich begrüßen:

-------- Unseren Bezirksbürgermeister Manfred Renno.
Sozialdezernentin Birgit Zoerner,
Ulrich Schmidt Landesvorsitzender a.D.mit Ehefrau Marlies
Hans-Jürgen Prinz, KV Vorsitzender mit Partnerin Sigrid
Dieter Pfeiffer, Geschäftsführer VdK Kreis mit Ehefrau Erika
Claudia Middendorf, Landtagsabgeordnete CDU
Ulrich Spangenberg,Verwaltungsstellenleiter in Hörde
Johannes Hessel,Geschäftsführer der GWS
Friedhelm Hendler, Seniorenbeirat mit Partnerin Maria
Carl-Otto Clemens, Seniorenbeirat mit Partnerin Margret
Frau Urban und Frau Schmidt Seniorenbüro
Otto Vogt, KV
Harry Schulz, Presse VdK Kreisverband Dortmund
Marion Heimann und Sigfrid Roy OV Aplerbeck

Nach meiner Chronik die unsere Ruth vorliest, bitte ich einige unserer Ehrengäste um ein Grußwort.

-------- Heute ist unser Tag und gemeinsam werden wir die vor uns liegenden nicht leichter werdenden Aufgaben lösen. Es lässt sich erkennen, dass wir gut zusammen arbeiten, wir haben ein lebendiges Vereinsleben, denn in den Ortsverbänden wird die Basisarbeit geleistet. Wir sind ein Verband der seine Qualität in der Lebensqualität sieht.
Das Ehrenamt sollte daher mehr aufgewertet und anerkannt werden.
--------- Die Arbeit des heutigen Sozialverbandes VdK begann in den ersten Wochen und Monaten des Nachkriegsjahres 1946, um nach dem 2. Weltkrieg für eine ausreichende Versorgung der durch den Krieg Beschädigten und Bedürftigen einzutreten.
Im November 1946 fand in Hamburg die Gründerversammlung des " Reichsbundes der Kriegs und Zivilgeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen" statt.
Zur gleichen Zeit wurde in München am 29.11.1946 der

"Verband der Körperbehinderten, Arbeitsinvaliden und Hinterbliebenen"

gegründet, der die Keimzelle des VdK wurde.
1948 trennte sich ein Teil vom Reichsbund und gründete sich mit Urkunde vom Amtsgericht am 15.Dezember 1948 in Düsseldorf den VdK Landesverband. Die Satzung hierzu ist am 10.Oktober 1948 errichtet worden. Der Name des neuen Verbandes hieß,
" Verband der Kriegs und Zivilgeschädigten, Sozialrentner und Hinterbliebenen von NRW e.V."

Dieser Landesverband ging dann im Januar 1950 über in den neu gegründeten
" Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschland e.V."
Wie man sieht hat sich die Namensgebung öfter geändert, denn es verließen einige Mitglieder, den Reichsbund, die dann den heutigen VdK gründeten.
Nachdem man sich 1948 vom Reichsbund getrennt hatte wurde man in Hörde sehr aktiv.

Der genaue Gründungstag, unseres VdK Verbandes Hörde ist nicht mehr festzustellen, denn im Oktober 1948 wurden mehrere Ortsgruppen gegründet und in Hörde trafen sich acht Personen, wie
Ernst Bierbrauer, Cornelia Bongardt, Otto Herber, Hedwig Runge, Willi Siemen, Helmut Meiner und August Schmidt im damaligen Lokal Wackelmann in der Hermannstraße und haben die Ortsgruppe Hörde gegründet.

Die Erste öffentliche Zusammenkunft war im Januar 1949 wo Otto Herber den 1. Vorsitz hatte.

Zur Gewährleistung einer ordnungsmäßigen Betreuung wurde 1951 ein verantwortlicher vollständiger Vorstand gewählt.
Mit ausschlaggebend, war unsere unvergessene Cornelia Bongardt als Gründungsmitglied die auch später den Kreisverband Dortmund mit gegründet hat.
Dank der Initiative der ersten Stützen wuchs die Mitgliederzahl in 2 Jahren auf 80 Kameradinnen und Kameraden.
Der Name hat sich mittlerweile von Ortsgruppe in Ortsverband geändert.
Heute nennen wir uns schlicht als Dachorganisation "Sozialverband VdK" Auch der Reichsbund hat ja mittlerweile seinen Namen geändert.
Als 1948 der VdK seine Arbeit begann gab es ein Übermaß an Verzweiflung und Trauer über den Verlust von Angehörigen, es gab unsägliches Leid über Verletzungen die aus dem Kriege und Gefangenschaft stammten.
Die Probleme des Alltags mussten bewältigt werden obwohl Hunger und Wohnungsnot herrschte. Es ging darum den Lebensmut wieder zu finden und nicht die drückende Not der Gegenwart zu beklagen sondern mit den Mitteln der Selbsthilfe zu lindern.

Darum wuchs der VdK zum stärksten freien Sozialverband in der Bundesrepublik.

August Schmitt wurde nach der Gründung der Ortsgruppe zum 2. Vorsitzenden gewählt bis er zur niedergeschriebenen Jahreshauptversammlung am 1.Januar 1959 als Vorsitzender gewählt wurde.
Er beleidete das Amt als Vorsitzender bis er den Vorsitz aus gesundheitlichen Gründen , in der Mitgliederversammlung am 1.10.1991 bekannt gab.

Hier hat dann die Kameradin Hildegard Kolanos die Versammlung geleitet da ich nicht anwesend war.
Dann im Februar 1992 gab er offiziell sein Amt ab und Günter Schulte übernahm das Amt des Vorsitzenden, erst kommissarisch bis zur JHV wo ich dann dort als Vorsitzender bestätigt wurde. Man sieht der Vorsitz hat nicht oft gewechselt.

In den ersten Anfängen unserer Ortsgruppe ist auch noch nicht über alles so Buch geführt worden wie es heute üblich und auch notwendig ist. Die ersten noch vorhandenen Aufzeichnungen unserer damals noch jungen Ortsgruppe wurden im Januar 1953 im Gewerkschaftshaus in der Bollwerkstraße gemacht.

Nach meinem Beitritt in den OV war ich als erster der auch einen PC schon hatte und habe noch alte Protokolle und Aufzeichnungen von Mitgliederversammlungen die leider mit neuen Programmen heute nur sehr schwer noch aufzurufen sind.
Wie aus alten Protokollen ersichtlich, gab es damals auch schon den Freifahrschein für Schwerkriegsbeschädigte für Bus und Bahn.
Es wurde eine Kriegsopfer Siedlung gebaut die ab dem 1.6.53 beziehbar war. Wo sie steht geht aus den Unterlagen nicht hervor,das ssteht nicht im Protokoll aber es kann nur die Siedlung in Hacheney sein.
Zur JHV am 15.1.54 war im Kassenbuch ein Betrag von 104,00 DM. Es steht dort auch, das Kassenbuch war leider lückenhaft aber noch besser als im Vorjahr.

So etwas wäre heute nicht mehr möglich.
Zur Weihnachtsfeier 1965 gab es einige Spenden. Das Ergebnis war nicht gerade berauschend. Gespendet wurde vom Brauereiverband 40,00 DM; vom Konsumverband 5 Pfund Spekulatius; und von der Stiftsbrauerei 48 Flaschen Bier.

Der Vdk hat seit seiner Gründung für viele Menschen den Engel gespielt und viel Leid abwenden können. Wenn wir so die Zeit zurückverfolgen hat unser Verband doch dafür gesorgt, das besonders die Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen finanziell ihr Auskommen hatten, bis man auch im VdK die Zeichen der Zeit erkannt hat und sich mehr für Zivilgeschädigte öffnete, sonst wären wir ein sterbender Verband.
Die Statistik sagt, das wir schon im Jahre 1965 einen Mitgliederbestand unserer Ortsgruppe von 184 Mitgliedern hatten, der allerdings durch Sterbefälle rasch abnahm .
Wenn wir uns eher geöffnet hätten, würden wir heute bestimmt eine größere Mitgliederzahl haben. Wir liegen heute bei 630 Mitglieder. Aber es geht immer weiter aufwärts.
Wenn wir nun meinen, unsere Kameraden hätten damals noch nicht gefeiert, dann täuschen wir uns gewaltig. Eine Einladung vom 30. Oktober 1953 sagt:
An alle Kreisvorstandsmitglieder und Ortsgruppenvorsitzende:
Am Sonnabend dem 14.November 1953 veranstaltet die Ortsgruppe Hörde einen großen Bunten Abend im Gewerkschaftshaus. Programm und Durchführung: Musik und Opernschule Tia Lüdemann, Mitwirkende: das Hawaiin Quartett - Schrammeln - Helga Wessel , Friederich Steinert u.a. Eine große Schlagerparade mit Gesang und Humor, große Tanzkapelle, große Verlosung, Eintritt 1,00 DM.

Das waren noch preiswerte Zeiten. Wir sehen, das unsere Vorgänger auch schon gewusst haben zu Feiern. Der Nachholbedarf war ja auch sehr groß, drum wollen wir das Feiern auch heute nicht vergessen, und können stolz auf die geleistete Arbeit unseres OV blicken und uns mit Zuversicht an weitere neue Aufgaben wagen.

Lasst uns unser Glas erheben und gemeinsam auf die vor uns liegenden Jahre in unserem OV VdK Hörde anstoßen.

Danke

05.Oktober 2013

© Günter Schulte

© www.vdk-do-hoerde.de + Update: 05.xOktober 2013